Weg vom SAP BW, hin zu nutzbaren Daten im Reporting – SAP Datasphere bei FFT
Die FFT Produktionssysteme GmbH & Co. KG hat ihr bestehendes SAP Business Warehouse (BW) basiertes Berichtswesen vollständig abgelöst und in eine moderne SAP Datasphere Umgebung überführt. Ziel war es, dass Reporting näher an die operativen S/4HANA-Daten zu bringen und gleichzeitig die Grundlage für eine zukunftsfähige Analytics-Architektur zu schaffen. Innerhalb von rund sechs Monaten wurden sämtliche relevanten Reports aus den Bereichen CO, SD und HR neu aufgebaut und technisch neu angebunden. Die Umsetzung erfolgte mit Parallelbetrieb eines klassischen BW-Systems und ermöglichte einen strukturierten Übergang in die zukunftssichere Reporting-Technologie der SAP. Bereits im Projektverlauf wurden zentrale Verbesserungen in Transparenz, Aktualität und Wartbarkeit sichtbar.
Historisch gewachsenes SAP BW und steigende Komplexität
Das bestehende SAP Business Warehouse von FFT war historisch gewachsen und in Teilen durch individuelle Logiken, ABAP-Routinen und Sonderwege geprägt. Diese Struktur erschwerte Anpassungen, erhöhte den Wartungsaufwand und begrenzte die Integration mit neueren SAP-Komponenten. Parallel dazu bestand der Bedarf, das Reporting enger mit dem führenden SAP S/4HANA-System zu verzahnen und die bereits eingesetzte SAP Analytics Cloud sinnvoll einzubinden.
Vor diesem Hintergrund verfolgte FFT das Ziel, eine Analytics-Plattform aufzubauen, die Echtzeitdaten verarbeiten kann, weniger Redundanzen erzeugt und sich entlang der SAP-Roadmap weiterentwickeln lässt. Insbesondere die Vereinfachung der Datenflüsse sowie die Reduktion von systembedingter Komplexität standen im Fokus.
Neuausrichtung des Reportings mit SAP Datasphere
Im Zentrum des Projekts stand die vollständige Ablösung des bestehenden SAP BW-Reportings durch eine neu aufgebaute SAP Datasphere-Architektur. Anstelle klassisches, redundantes Ablegen von Daten im BW wurden CDS-Views im SAP S/4HANA als primäre Datenquelle genutzt und direkt in Datasphere integriert. Dadurch konnte die Datenhaltung verschlankt und redundante Modellierung vermieden werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzung war der Neuaufbau aller relevanten Berichte in SAP Datasphere, einschließlich der notwendigen Datenmodelle, Datenflüsse und SQL-Views. Letztere wurden eingesetzt, um komplexe fachliche Logiken strukturiert abzubilden und die Anbindung der CDS-Views aus dem SAP S/4HANA konsistent in die Reporting-Modelle zu überführen. Besondere fachliche und technische Anforderungen ergaben sich im HR-Reporting, da hier komplexe Datenstrukturen und Abhängigkeiten berücksichtigt werden mussten. Auch das Auftragseingangsreporting im SD-Umfeld stellte durch die vollständige Abbildung historischer Änderungen eine erhöhte Komplexität dar. Die Projektorganisation war durch kurze Abstimmungswege und Vertrauen geprägt. Fachbereiche wurden frühzeitig eingebunden und testeten neue Inhalte iterativ und zeitnah. Regelmäßige Statusabstimmungen stellten sicher, dass Fortschritt, Qualität und Zielbild jederzeit transparent waren und Anpassungen frühzeitig vorgenommen werden konnten.
Konsistente Datenbasis und geringerer Betriebsaufwand
Mit der Einführung von SAP Datasphere verfügt die FFT Gruppe heute über eine moderne Analytics-Plattform, die direkt auf S/4HANA-Daten zugreift und Echtzeit-Analysen ermöglicht. In Kombination mit der bereits bestehenden SAP Analytics Cloud entsteht eine klar strukturierte Architektur: Während SAP Datasphere die Datenintegration und -modellierung übernimmt, greift SAC auf diese konsistente Datenbasis für Reporting und Analyse zu. Dadurch werden redundante Datenhaltungen vermieden und bestehende Auswertungen können auf einer einheitlichen, aktuellen Datenbasis weitergeführt werden. Durch den Verzicht auf ein separates BW-System konnten Systemkomplexität und Betriebsaufwand reduziert werden. Gleichzeitig wurden Kosten eingespart, da bestehende BW-Strukturen außer Betrieb genommen werden konnten. Die neue Architektur ist näher am SAP-Standard ausgerichtet und verbessert damit die Wartbarkeit sowie die Anschlussfähigkeit an zukünftige SAP-Entwicklungen. Die Transparenz der Daten wurde erhöht, da Datenflüsse klarer strukturiert und nachvollziehbar modelliert sind. Fachbereiche profitieren von aktuellerem Reporting und kürzeren Reaktionszeiten bei Anpassungen.
Bereinigung historischer Logiken und Migration im Parallelbetrieb
Das Projekt bot die Gelegenheit, bestehende individuelle Logiken und historisch gewachsene Sonderlösungen konsequent zu hinterfragen und zurückzubauen. Insbesondere die Ablösung von ABAP-Routinen im SAP BW zugunsten standardnaher Modellierung in SAP Datasphere führte zu einer deutlichen Vereinfachung der Systemlandschaft.
Die Herausforderung bestand darin, diese Bereinigung parallel zur Migration umzusetzen, ohne funktionale Einbußen im Reporting zu riskieren. Dies wurde durch eine enge fachliche Validierung und iterative Tests sichergestellt.
Mit der Migration von SAP BW auf SAP Datasphere haben wir gemeinsam mit Varelmann den Grundstein für unsere zukünftige Datenplattform auf Basis der SAP Business Data Cloud gelegt. Das Projekt sichert uns den strategischen Anschluss an die SAP-Roadmap und schafft die technologische Basis für skalierbare, moderne Datenanalyse. Die Zusammenarbeit verlief durchweg zielorientiert, strukturiert und auf Augenhöhe. Varelmann hat sich dabei als verlässlicher Partner mit hoher fachlicher Kompetenz erwiesen – ein klarer Erfolg für beide Seiten.
Daniel Betz – SAP-Leiter, FFT Produktionssysteme GmbH & Co. KG
Laden Sie sich den Referenzbericht Hier herunter.



